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Das seit 9. August 2004 offiziell verfügbare Service Pack 2 für Windows XP beinhaltet einige wichtige Neuerungen, welche in Zusammenhang mit Verwendung des Skriptes näher erläutert werden sollen:
Ein Kern dieser neuen Sicherheitspolitik im Servicepack 2 ist das Sicherheitscenter. Dieses beinhaltet u.a. eine verbesserte Internetverbindungsfirewall, welche nunmehr standardmäßig für alle Netzwerk- und DFÜ-Interfaces aktiv ist. Bei Anwendung des Skripts svc2kxp.cmd bis v2.1_build4 wird die Windows-Firewall deaktiviert. Diese kann jedoch über das Sicherheitscenter bei Bedarf wieder aktiviert werden.
Um herauszufinden, wie effektiv SP2 für Windows XP ist, wurde WindowsXP Professional mittels einer Slipstream-CD (XP mit integriertem Service Pack 2) installiert und von einem zweiten Rechner (im LAN) mit Hilfe von "nmap" überprüft, ob Ports geöffnet, gefiltert oder geschlossen sind. Die Ergebnisse werden im nun folgenden Teil kurz dargestellt und kommentiert:
Nach einer Neuinstallation von WindowsXP SP2 ist die Internetverbindungsfirewall aktiv. Leider wird auch ICMP blockiert, was den Rechner wohl "verbergen" soll ("stealth"). Dies läßt sich jedoch seit SP2 konfigurieren:
Daher wird nun ICMP zugelassen, womit nmap erste brauchbare Ergebnisse liefert. Der Status filtered zeigt die Wirkung der erweiterten XP-Firewall: keine Ports und somit auch keine Dienste sind von außen erreichbar.
Ohne XP-Firewall sind die Ports 135 (RPC), 139 (NetBIOS) sowie 445 (SMB) offen.
Nach erstmaliger Anwendung des Scripts mit der Option (1) LAN konnte Port 135 geschlossen werden, auch, wenn der Taskplaner-Dienst weiterhin aktiv bleibt. Anscheinend hat Microsoft den bis dahin vorhandenen Bug, wobei der Taskplaner-Dienst auch an externen Interfaces "lauscht", behoben. Netzlaufwerke funktionieren hingegen problemlos. Daher kann nun auch NetBIOS deaktiviert werden:
Nach dem Deaktivieren von NetBios ist auch Port 139 geschlossen, und Netzwerkfreigaben laufen ausschließlich über SMB (Port 445). Benötigt man keine Freigaben (z.B. bei einem Einzelplatz-Rechner), so kann man mit Hilfe des Scriptes zusätzlich SMB deaktivieren:
Wählt man die Option (2) Standard, so sind durch das Deaktivieren von SMB alle Ports geschlossen.
Fazit: Mit SP2 wurde die ICF dahingehend verbessert, daß diese per Default für alle Netzwerk- und DFÜ-Interfaces aktiv ist. Auch wurde die Anzahl offener Ports auf ein Minimum reduziert. Trotzdem sollte einem bewußt sein, daß die ICF nur Ports filtert, und nicht, wie oft in anderen Quellen behauptet, Ports schließt. Um Ports zu schließen, sei zum einen weiterhin die Anleitung von Frank Kaune (für Windows 2000 oder Windows XP) sowie zum anderen das Script svc2kxp.cmd bzw. win32sec von Volker Birk empfohlen.
Das Skript svc2kxp.cmd und auch win32sec werden nach ausführlichen Test und
Diskussionen (u.a. in der Newsgroup de.comp.security.misc) den Anforderungen
von SP2 angepaßt. Aktualisierungen werden sowohl hier als auch in Newsgroups
rechtzeitig bekanntgegeben.
Mit Service Pack 2 schränkte Microsoft auch die maximale Anzahl halboffener Verbindungen ein, wobei u.a. P2P-Anwendungen betroffen sind. Falls das Limit überschritten wird, werden nachfolgende Verbindungsversuche in einer Warteschleife gehalten. Das Erreichen der Limits wird auch in der Ereignisanzeige unter der EventID 4226 protokolliert. Es gibt Anleitungen [1,2], wie man diese Einschränkungen umgehen kann, jedoch wird dafür keinerlei Gewähr übernommen.
Mit erscheinen des ServicePacks 2 für Windows XP waren einige Anpassungen erforderlich, um auf neue Funktionen, wie z.B. das Sicherheitscenter, reagieren zu können. Die wichtigsten Veränderungen sind in nachfolgender Übersicht zusammengefasst:
(1) /LAN |
(2) /Standard |
(3) /All (hardening) |
|
|---|---|---|---|
| Sicherheitscenter | deaktiviert | deaktiviert | deaktiviert |
| XP-Firewall (ICF) | manuell | unverändert | manuell |
| Taskplaner | unverändert | unverändert | deaktiviert |
Den Fehler im Taskplaner ("falscher Parameter") hat Microsoft mit SP2 behoben, sodaß bei Verwendung nunmehr keine Ports (135, 1025) geöffnet werden.
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