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NT-Dienste sicher konfigurieren - für Windows 2000 und XP

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Backups & Images erstellen

Was in Firmen aus Zeit- und vor allem Kostengründen längst Plicht und an der Tagesordnung ist - im Privatbereich wird es zu oft noch immer stiefmütterlich behandelt: das Erstellen von Sicherungen wichtiger Daten. Spätestens bei Datenverlust wird einem bewußt, das man die 30 Minuten hätte doch besser investieren sollen, um nun nicht mit Recovery Tools versucht zu retten, was meist nicht mehr zu retten ist. Neben einer geeigneten Sicherungsstrategie (was, wie, wie oft, worauf sichern,...) gibt es auf dem Markt auch eine Reihe von Programmen, welche einem dieses Vorhaben erleichtern wollen. Viele setzen Images (im Folgenden auch "Abbilder" genannt) mit Backups gleich. Ich unterscheide die Begriffe wie folgt:

Da Imaging-Programme sowohl zur Laufzeit des Betriebssystems, als auch "stand-alone" per Boot-CD/DVD Images erstellen können, werden sie oft favorisiert. Powerquest DriveImage, Norton Ghost oder Acronis TrueImage sind die bekanntesten Vertreter von Imaging-Programmen für Windows NT/2000/XP. Partimage wäre eine weitere Alternative, welche beispielsweise auf aktuellen Knoppix-CD's enthalten ist und Images erstellt (auch auf Netzlaufwerke) sowie rücksichert.

Nachfolgende Anleitung soll TrueImage 8 von Acronis näher vorstellen. Die Entscheidung für dieses Produkt erfolgte aus persönlicher Erfahrung mit älteren Versionen dieses Programmes. Nun soll die aktuelle Version zeigen, was verbessert wurde, wo noch Potential steckt und welche Probleme immer noch bestehen. An dieser Stelle ein Dankeschön an Klaus Oswald vom Acronis-Vertrieb, der eine aktuelle Version der Software zur Verfügung stellte.

Erstellen von Images mit "TrueImage 8"

Acronis TrueImage 8 product cover Acronis war mit einer der ersten Anbieter, der eine Imaging-Software für Windows vorstellten, welche zur Laufzeit von Windows Abbilder von Partitionen erstellen konnte. Somit war ein Herunterfahren von Windows 2000/XP überflüssig und man konnte zusätzlich bequem auf vorhandene Netzlaufwerke als Ziellaufwerk zurückgreifen. Die gesamte Funktionsvielfalt von TrueImage kann man hier ausführlich nachlesen. Alle Funktionen anzusprechen würde an dieser Stelle mehrere Seiten füllen. Vielmehr soll dieser kleine Report die praktische Anwendung verdeutlichen und Stärken aber auch Schwächen aufzeigen.

In diesem Beispiel soll eine Systempartition, beispielsweise die Windows2000-Partition, gesichert werden. Die Installation von Acronis TrueImage 8 erfolgt bequem über ein Setup-Programm und bereitet keinerlei Schwierigkeiten. Kurz vor Ende der Installation wird man gefragt, ob ein bootfähiges Notfallmedium erstellt werden soll. Dies sollte man durchaus in Erwägung ziehen, falls im Ernstfall Windows 2000 oder XP nicht mehr gestartet werden kann. Als zeitgemäßes Medium sei hier die CD empfohlen, wahlweise sind auch Disketten möglich.


TrueImage 8 unter Windows 2000

Eigentlich ist das Erstellen eines Images unter Windows 2000/XP kein Problem, aber der Fehler scheint wie immer im Detail zu stecken. Sind mehrere Benutzer aktiv (z.B. mit Hilfe des Programmes "Superior SU") ist eine Sicherung nicht möglich - das Fortschrittsfenster bleibt unverändert. Selbst ein Abmelden und Anmelden als Administrator war hier vergebens. Nach einem Neustart und Anmeldung als Administrator gab es keine Probleme mehr: Images ließen sich nun problemlos sowohl auf lokaler Festplatte als auch auf Netzlaufwerke sichern. Startet man hingegen TrueImage 8 unter einem Account mit eingeschränkten Benutzerrechten mit Hilfe von "Ausführen als..." als Administrator, so wird der Versuch, auf Netzlaufwerke zu sichern mit einer Fehlermeldung ("Benutzername oder Kennwort für die entfernte Ressource sind inkorrekt"), auf lokalem Datenträger gibt es hingegen wiederum keine Probleme.
Fazit: Das Erstellen von Images unter Windows 2000/XP ist komfortabel und problemlos, solange man keine User-Switching-Programme wie SuperiorSU aktiv nutzt.

Die TrueImage 8 Notfall-CD

Acronis TrueImage 8 Notfall-CDDie Oberfläche von TrueImage 8 bei Start von CD.
Acronis TrueImage 8 Notfall-CD

Wenn der Notfall eintritt und Windows nicht mehr starten möchte, hat auch die Windows-Version von TrueImage 8 ausgespielt, es sei denn, man kann auf eine Parallelinstallation von Windows 2000/XP mit TrueImage zurückgreifen. Andernfalls ist dies der Zeitpunkt, die hoffentlich zuvor erstellte TrueImage 8 Notfall-CD zu verwenden. Diese startet eine Art Mini-Linux - aber davon bekommt der Benutzer nicht viel mit, da nach kurzer Zeit eine graphische Oberfläche geladen wird, welche man schon von der Windows-Version kennt und einem sofort vertraut ist. Die Benutzerführung ist weitestgehend identisch. Zum Erstellen eines Abbildes geht man wie folgt vor:

Mit dieser Schrittfolge sollte es auch für weniger versierte Anwender möglich sein, einfach und problemlos ein Image ihres Systems zu erstellen. Nachfolgend noch ein paar Anmerkungen bei Verwendung der Notfall-CD bei Erstellung von Abbildern:


Zugriff auf NetzfreigabenDer Zugriff auf Netzfreigaben stellt mit DHCP kein Problem dar.
Zugriff auf Netzfreigaben

Netzlaufwerke: Bei älteren TrueImage-Versionen war es selbst bei vorhandenem DHCP-Server nicht möglich, auf Netzressourcen zuzugreifen. Dieser "Bug" scheint nun endlich behoben zu sein: von einem vorhandenen DHCP-Server bekommt man eine IP-Adresse zugeteilt. Falls bei Windows-Netzwerken keine anderen Netzwerkrechner angezeigt werden, kann man im Feld "Dateiname" auch die IP-Adresse des Rechners, wohin gesichert werden soll, angeben (siehe linke Abb.): Nach Eingabe von z.B. \\192.168.1.1\ erscheint ein Login- Fenster, mit Hilfe dessen man sich am entfernten Rechnern durch Benutzername und Passwort anmelden kann.

Konfiguration der NetzwerkkarteKonfiguration der Netzwerkkarte.
Konfiguration der Netzwerkkarte

War dies erfolgreich, erscheinen nun sämtliche freigegebenen Verzeichnisse zur Auswahl, wovon man dann eines als Speicherort auswählt. Ist kein DHCP-Server verfügbar, kann man mit TrueImage 8 nun auch IP, Subnetmaske, DNS und Gateway manuell per Hand eintragen. Somit ist sowohl Sicherung als auch Rücksicherung über Netzlauferke, im Gegensatz zu älteren Versionen, kein Problem mehr. Ein per Firewire (IEEE1394) angeschlossender DVD-Brenner (LG GSA-4081B) wurde trotz mehrmaliger Erkennungsversuche leider nicht erkannt - Schade.

Komprimierung: Obwohl die maximale Komprimierung gewählt und 711 MB für 1,6GB Daten versprochen wurden, war die endgültige Größe mit 1,8GB doch eher enttäuschend. Desweiteren wünscht man sich neben 1,44MB, 100MB und 700MB auch zeitgemäße 4,7GB für DVDs als Größenvorgabe, um diese nicht erst von Hand eintragen zu müssen.

Startup Recovery Manager und SecureZone

Der StartUp Recovery Manager.Der StartUp Recovery Manager.
Der StartUp Recovery Manager.

Installiert man den Startup Recovery Manager (SRM), so kann noch vor dem Starten von Windows 2000/XP mittels "F11" selbiger aufrufen werden. Vom Umfang her ist dieser identisch mit der Notfall-CD und man erspart sich, diese einzulegen. Vorraussetzung ist allerdings die Einrichtung der sogenannten Secure Zone, einer Art geschützter Speicherbereich (Partition) auf der Festplatte, welcher vom SRM u.a. zum Speichern von Images verwendet werden kann. Dabei kann diese sowohl in vorhandenen Partitionen also auch auf freiem Speicherplatz erstellt werden. Ansich ist diese neue Möglichkeit praktisch. Wünschenswert wäre allerdings, im SRM Auswahlmenü einen Punkt einzuführen, der mittels eines einzigen Mausklicks ein in der Secure Zone gespeichertes Image selbstständig zurücksichert. Somit blieben vor allem PC-Anfängern und wenig bedarften Nutzern Klickorgien durch Menüs erspart.

Fazit:

Um schnell und problemlos Images von seinem System zu erstellen, bietet TrueImage 8 alles, was man benötigt. Die Erstellung bei laufendem Betriebssystem ist angenehm und verläuft bis auf o.g. kleine Einschränkung ohne Schwierigkeiten. Auch Rücksicherungen bereiteten keine Probleme. Die unkomplizierte und einfache Erstellung und Handhabung des Notfallmediums ist ein weiterer Pluspunkt. Der mit Version 7 eingeführte Startup Recovery Manager ist durchaus sinnvoll einzusetzen, besitzt aber noch Entwicklungspotential. Für "Neulinge" sind die 50 Euro sicherlich eine gute Investition, für Besitzer der Version 7 sind die Neuerungen eher marginal, sodaß man sich überlegen sollte, ob ein Update unbedingt notwendig ist.

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